Seen rund um Villach, Faaker See und Ossiacher See
Bei Villach liegen große Seebecken und kleinere Stadtgewässer in verschiedenen Landschaftsräumen: Der Faaker See südlich der Stadt öffnet den Blick zu den Karawanken, der Ossiacher See liegt nordöstlich davon. Am Ostufer des Ossiacher Sees schließt das geschützte Bleistätter Moor an. Näher an Villach prägen bewaldete Ufer, die Drau und eiszeitliche Becken die kleineren Seen.
Kurzfakten zu den Seen bei Villach
- Der Faaker See liegt südlich von Villach; der Mittagskogel gehört zu seiner markanten Bergkulisse.
- Der Ossiacher See liegt nordöstlich von Villach; am Ostufer befindet sich das Bleistätter Moor.
- Das Bleistätter Moor ist ein Natur-, Landschafts- und Europaschutzgebiet an der Tiebelmündung.
- Magdalensee, Vassacher See, Silbersee, Grünsee und Leonharder See liegen im Villacher Stadtumfeld.
- Drau und Gail treffen im Stadtgebiet von Villach zusammen.
Faaker See, Aichwaldsee und Karawankenblick
Südlich von Villach liegt der Faaker See in einem offenen Becken vor den Karawanken. Eine Insel teilt den See in zwei Becken; der Mittagskogel prägt das Panorama. Drei Bäche und mehrere Quellen speisen den See, dessen Hauptzufluss Worunitza am Mittagskogel entspringt. Ein konkreter Spazierweg führt von Faak am See zur Halbinsel. Der Slow Trail ist 2,73 Kilometer lang, als leicht eingestuft und mit rund 45 Minuten Gehzeit angegeben. Die Tour verläuft am Rand des Drobollacher Moors durch ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet.
Der Aichwaldsee bei Finkenstein ergänzt das große Seebecken als 4,5 Hektar großer Naturbadesee. Das hölzerne Hauptgebäude des Strandbads entstand aus heimischer Lärche und wurde mit dem Kärntner Holzbaupreis ausgezeichnet; seit 2016 betreibt der Verein Kulturgarten Aichwaldsee das Strandbad. Der kleinere See setzt damit einen anderen Akzent als das weite Becken des Faaker Sees.
Ossiacher See und Wege im Bleistätter Moor
Der Ossiacher See liegt nordöstlich von Villach; am Ostufer mündet die Tiebel in das Feuchtgebiet Bleistätter Moor. Das Moor ist als Natur-, Landschafts- und Europaschutzgebiet ausgewiesen. Die Feuchtflächen und Uferbereiche sind Lebensraum für rund 100 Vogelarten sowie Schmetterlinge, Fledermäuse und Biber. Sitzbänke, Hängematten und Aussichtsplattformen liegen entlang der Moorwege.
Für eine Runde im Moor beschreibt die leichte Variante A einen 7,25 Kilometer langen Rundweg mit etwa zwei Stunden Gehzeit, 17 Höhenmetern bergauf und 13 bergab. Die Tour verläuft durch das Schutzgebiet der Tiebelmündung. Die mittelschwere Variante B führt dagegen von Steindorf nach Ossiach: Sie ist 6,05 Kilometer lang und weist 89 Höhenmeter Aufstieg sowie 85 Höhenmeter Abstieg auf.
Kleinere Seen im Stadtumfeld
Am östlichen Stadtrand liegt der Magdalensee bei St. Magdalen. Das Umfeld von St. Magdalen gehört zur eiszeitlich geprägten Toteislandschaft des Villacher Beckens; die Magdalensee-Senke ist eines der dortigen Becken. Nördlich der Stadt liegt der Vassacher See in einem glazial geformten Tal zwischen Oswaldiberg und Kumitzberg. Wald und Spazierwege prägen sein Ufer; am kommunalen Nature Beach gibt es einen Badebereich.
Der Silbersee liegt direkt an der Drau und am Drauradweg. Seine frei zugängliche Badeanlage verbindet das Ufer mit dem Flussraum; der Radweg führt unmittelbar am See vorbei. Zu Villachs kleineren Badeseen mit frei zugänglichen Badebereichen zählen Silbersee, Magdalensee und Vassacher See.
Der Grünsee liegt innerhalb eines Naturschutzgebietes am östlichen Stadtrand. Der Grünsee ist eine Grundwasseransammlung ohne oberirdischen Zu- oder Abfluss. Der Leonharder See befindet sich in der eiszeitlichen Becken- und Moränenlandschaft zwischen Lind und St. Leonhard. Die 2011-Tabelle des Kärntner Instituts für Seenforschung verzeichnet 2,3 Hektar Fläche und 6,5 Meter maximale Tiefe. Im Stadtgebiet treffen außerdem Drau und Gail zusammen, sodass Flussraum, Moränenbecken und bewaldete Seeufer eng benachbart sind.
Häufige Fragen zu Villachs Seen
Welche historische Verbindung hat der Vassacher See mit der Stadt?
Der See gehörte früher den Österreichischen Bundesbahnen; sein Wasser wurde für Dampflokomotiven und zum Waschen von Waggons genutzt. 2004 kaufte Villach den See und sicherte damit kostenlosen Badezugang und den Naherholungsraum.