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Kärntens Seen und Landschaften

Kärntens Seen liegen in sehr unterschiedlichen Landschaften: in großen Becken zwischen Städten und Uferorten, an bewaldeten Hängen, in Schilf- und Feuchtgebieten oder in höher gelegenen alpinen Tälern. Diese Unterschiede lassen sich nicht allein an der Größe ablesen. Höhenlage, Uferform, Zuflüsse und die Umgebung prägen, ob ein See vor allem als offener Wasserspiegel, geschützter Naturraum oder Teil einer Berglandschaft wahrgenommen wird.

Wassererlebnis See Wassererlebnis See Foto: D. Wiedamann - Kaernten-Netz

Fünf Fakten zu Kärntens Seen

  • Der Millstätter See ist bis zu 141 Meter tief und damit der tiefste See Kärntens.
  • Der türkisfarbene Eindruck des Faaker Sees entsteht durch feine Kalkpartikel im Wasser; eine Insel teilt den See in zwei Becken.
  • Der Ossiacher See liegt am Fuß der Gerlitzen Alpe; an seinem Ostufer befindet sich das Bleistätter Moor.
  • Der Pressegger See liegt in einem Naturschutzgebiet mit Schilf- und Feuchtbereichen.
  • Der Weissensee liegt auf rund 930 Metern in den Gailtaler Alpen und ist Teil eines gleichnamigen Naturparks.

Große Seen zwischen Stadt und Berg

Der Wörthersee verbindet Klagenfurt, Pörtschach, Maria Wörth und Velden. Seine Ufer wechseln zwischen Stadtlagen, Halbinseln, Buchten und bewaldeten Hängen. Wer den See vom Wasser aus erleben möchte, kann die Wörthersee-Schifffahrt mit einem Landgang verbinden.

Weiter westlich liegt der Ossiacher See am Fuß der Gerlitzen Alpe. Das Bleistätter Moor am Ostufer bildet einen Kontrast zu den offenen Wasserflächen: Dort prägen Feuchtlebensräume und zahlreiche Vogelarten den Naturraum. Der Faaker See südlich von Villach unterscheidet sich durch seine türkis wirkende Farbe, die Kalkpartikel im Wasser erzeugen, und durch die Insel in seiner Mitte. Seen rund um Villach, Faaker See und Ossiacher See ergänzen diesen Raum.

Oberkärntner Becken und alpine Täler

Der Millstätter See liegt zwischen dem Millstätter Plateau und den Höhen der Nockberge. Mit 141 Metern maximaler Tiefe unterscheidet er sich deutlich von den vielen kleineren Gewässern der Umgebung. Sein südliches Ufer wirkt ruhiger, während am Nordufer Promenaden und Ortschaften liegen. Im Raum Nockberge und Gegendtal folgen weitere Seen, darunter Afritzer See und Brennsee; in höheren Lagen finden sich auch kleinere Berggewässer.

Im Gailtal prägen Schilf und Ufervegetation den Pressegger See. Seine Lage im Naturschutzgebiet unterscheidet ihn von stark erschlossenen Uferorten; Feuchtwiesen und Schilfgürtel sind zugleich Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Der Weissensee liegt höher in den Gailtaler Alpen. Im Naturpark gehören weitgehend unverbaute Ufer, Wälder und Feuchtwiesen zum Landschaftsbild. Die Nutzung von Verbrennungsmotoren am Weissensee ist auf die Linienschifffahrt, Wasserpolizei, Wasserrettung sowie Land- und Forstwirtschaft beschränkt.

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Seen in Mittel- und Südkärnten

An den Seen in Mittel- und Südkärnten wechseln offene Badebecken, bewaldete Ufer und kleinere, stärker von Schilf geprägte Gewässer. Der Klopeiner See und die benachbarten Seen liegen in einer von Hügeln und Karawanken geprägten Landschaft. Turnersee, Kleinsee und Gösselsdorfer See haben jeweils eigene Uferformen und Naturräume. In Mittel- und Südkärnten lässt sich der Wechsel zwischen Badegewässern, Moorbereichen und dem südlichen Bergpanorama gut vergleichen.

Wasser, Ufer und Schutzgebiete

In den Wasserlandschaften Kärntens werden am Weissensee unter anderem Schwimmen, Segeln, Rudern, Kajakfahren und Stand-up-Paddling angeboten. An Schilf- und Moorufern prägen zugleich Feuchtlebensräume die Landschaft; Zugang und Freizeitangebot unterscheiden sich daher von See zu See. Die Gewässer unterscheiden sich auch im Zugang: Manche haben mehrere Strandbäder und Uferorte, andere sind in einer geschützten Landschaft eingebettet.

Häufige Fragen zu Kärntens Seen

Wie lang ist die Runde um den Millstätter See?

Der offizielle regionale Radweg rund um den See ist 28 Kilometer lang und verläuft zum großen Teil in Ufernähe. Unterwegs kann die Radfähre „Peter Pan“ zur Überfahrt und für kürzere Etappen genutzt werden.

Welcher Naturraum grenzt an den Turnersee?

Das Sablatnigmoor liegt am Turnersee. Feuchtwiesen, Wasserflächen und Schilf prägen dort einen Naturraum, der sich vom offenen Uferbild großer Badeseen unterscheidet.