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Gösselsdorfer See im Kärntner Unterland

Der Gösselsdorfer See liegt zwischen Eberndorf und Sittersdorf im Kärntner Unterland. Seine 0,32 Quadratkilometer große Wasserfläche ist höchstens drei Meter tief und grenzt an bewachsene Moorufer. Der See ist ein Verlandungsmoor und zugleich Teil eines geschützten Feuchtgebiets.

Gösselsdorfer See in Eberndorf und Sittersdorf Der Gösselsdorfer See in Eberndorf und Sittersdorf ist ein traumhaftes Ziel für Urlaubsausflüge Foto: Rainer Lenk

Gösselsdorfer See in fünf Fakten

  • Lage zwischen Eberndorf und Sittersdorf.
  • Wasserfläche von 0,32 Quadratkilometern.
  • Maximale Tiefe: drei Meter.
  • See und Umgebung stehen seit 1970 unter Landschaftsschutz.
  • Der südliche Seeteil wurde 1986 als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Flaches Gewässer und Moorufer

Der Gösselsdorfer See gehört zum Landschaftstyp Verlandungsmoor. Am Ufer gehen offene Wasserflächen in bewachsene Moorbereiche über. Die maximale Tiefe beträgt drei Meter, die mittlere Tiefe 1,9 Meter.

Der flache Gösselsdorfer See unterscheidet sich vom künstlichen Freibach-Stausee und vom Naturbadesee Goggausee. Zu den Seen Mittel- und Südkärntens gehören der höchstens drei Meter tiefe Gösselsdorfer See und der bis zu 48 Meter tiefe Klopeiner See.

Der See wird vor allem vom Grundwasser gespeist; oberirdische Zuflüsse sind unbedeutend. 2025 lag die Gesamtphosphor-Konzentration unter zehn Mikrogramm pro Liter; der Nährstoffzustand war oligotroph. Sein Abfluss verlässt das Gewässer im Norden und entwässert mit rund 150 Litern pro Sekunde in die Drau. Seerosen, Teichrosen und Unterwasserpflanzen wachsen im flachen Wasser; breite Schilfbestände begleiten die Ufer. Die geringe Tiefe verhindert eine stabile thermische Schichtung des Wassers.

Landschaftsschutz und Naturschutz

Mit Verordnung vom 3. Februar 1970 erklärte die Kärntner Landesregierung den See und seine Umgebung zum Landschaftsschutzgebiet. Die Verordnung trat am 1. März 1970 in Kraft; das Landschaftsschutzgebiet umfasst 476 Hektar. Am 21. Oktober 1986 folgte die Naturschutzverordnung „Gösselsdorfer See-Süd“ für ein 23,4 Hektar großes Gebiet im Süden des Sees.

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Gemeindebad und Spazierwege

Das Gemeindebad in Eberndorf bietet Liegeflächen und schattige Plätze. Spaziergänge am See sind ganzjährig möglich; geführte Wanderungen erschließen auch die Umgebung.

Der Gösselsdorfer See ist außerdem ein wichtiger Rastplatz für ziehende Vögel. Nach der Querung der Karawanken dient er als Rastplatz im Kärntner Unterland. Zu den Brutvögeln am See zählen Haubentaucher, Stockente und Rohrammer. In der Gemeinde Eberndorf liegt auch das 100 Hektar große Naturschutzgebiet Sablatnigmoor. Geführte Exkursionen erschließen dort Lebensräume mit 170 Vogelarten sowie Amphibien, Insekten und seltenen Pflanzen.

Im Ortskern von Eberndorf liegen das Stift und die Maria-Himmelfahrtskirche. Zu den kulturellen Angeboten gehören Ausstellungen und die Sommerspiele im historischen Arkadenhof des Stifts. Das Stift wurde um 1106 auf einer Anhöhe im Ortszentrum erbaut. Die ehemalige Stiftskirche wurde ab 1378 in zwei Bauetappen durch einen gotischen Bau ersetzt; das Langhaus wurde 1506 vollendet. Der freistehende Turm stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Häufige Fragen zum Gösselsdorfer See

Welche Veranstaltung ergänzt die kulturellen Ziele Eberndorfs?

Im Stiftshof findet jährlich das Jauntaler Salamifest statt. Bei dem Fest stehen die regionale Jauntaler Salami und die Wahl der Salamiprinzessin im Mittelpunkt. Das Ereignis ergänzt die Sommerspiele im Arkadenhof als weiteres saisonales Kulturangebot der Gemeinde.