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Turnersee in Sankt Kanzian

Der Turnersee liegt in Südkärnten auf der Rückersdorfer Platte, einem Teil der Sattnitzlandschaft. Das Gewässer ist ein Rest eines größeren postglazialen Sees, der sich nach dem Rückzug des Draugletschers gebildet hatte. Die heutige Uferlandschaft mit Röhrichten, Niedermooren und Waldflächen lässt erkennen, wie eng See und Feuchtlebensräume in diesem Raum verbunden sind.

Seeufer als Symbolbild Seeufer mit bewaldeter Uferlandschaft und Segelbooten; neutrales Symbolbild für den Turnersee. Foto: D. Wiedamann - Kaernten-Netz

Turnersee auf einen Blick

  • Der See liegt auf der Rückersdorfer Platte im Gebiet der Sattnitz.
  • Die maximale Tiefe beträgt nach dem Managementplan rund 13 Meter; das Becken ist annähernd gleichmäßig geformt.
  • Grundwasser, Hangquellen und der Vesilacher Bach speisen den See.
  • Am Ufer schließen Röhrichte und Niedermoorflächen an; darin wachsen unter anderem Schneidbinse sowie See- und Teichrosen.
  • Der Slow Trail Turnersee umrundet den See auf 7,3 Kilometern mit etwa 40 Höhenmetern.

Eiszeitliche Entstehung und Wasserhaushalt

Der Kärntner Managementplan beschreibt den Turnersee als Restsee aus der Zeit nach dem Rückzug des Draugletschers. Als der Wasserstand des einst größeren Gewässers sank, teilte sich die alte Seefläche in kleinere Seen; gleichzeitig verlandeten Uferbereiche, darunter das Sablatnigmoor. Der Turnersee gehört damit zu einem größeren Landschaftsgefüge aus Seen und Mooren mit einer gemeinsamen eiszeitlichen Entstehungsgeschichte.

Das Seebecken ist annähernd gleichmäßig geformt und erreicht nach dem Managementplan eine maximale Tiefe von etwa 13 Metern. Gespeist wird der See durch Grundwasser, Hangquellen und den von Westen kommenden Vesilacher Bach. Diese Herkunft des Wassers verbindet den See mit seinem Einzugsgebiet auf der Rückersdorfer Platte.

Röhricht, Niedermoor und Pflanzen

Am Ufer gehen Röhrichte in größere Niedermoorflächen über. Der Managementplan nennt Bestände der Schneidbinse und kalkreiche Niedermoor-Gesellschaften. Außerdem werden Weiße Seerose und Gelbe Teichrose für die Seenlandschaft angeführt. Die Pflanzen markieren unterschiedliche Ufer- und Flachwasserbereiche im Übergang von offenem Wasser zu nassem Land.

Die Feuchtflächen haben sich im Lauf der Nutzungsgeschichte verändert. Teile des äußeren Moorgürtels wurden früher als Streuwiesen gemäht; dieses traditionelle Mähen diente der Gewinnung von Einstreu und prägte offene Moorbereiche. Die historischen Nutzungen erklären, warum die Landschaft neben natürlichen Röhrichten auch offene, niedrig bewachsene Flächen aufweist. Der Managementplan verzeichnet die Unterschutzstellung als Landschaftsschutzgebiet seit 1970 und die Nominierung als Natura-2000-Gebiet im Jahr 2000.

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Rundweg und Landschaftsblick

Der offizielle Slow Trail Turnersee führt als Rundweg über 7,3 Kilometer mit etwa 40 Höhenmetern. Die Wegbeschreibung nennt Waldwege, Uferabschnitte mit Röhricht und Moor, einzelne Gehöfte sowie historische Bildstöcke am Weg. Auf einem Plateau bei Obersammelsdorf öffnet sich der Blick zum Turnersee und zu den Karawanken. Die Route verbindet Naturbeobachtung und Kulturlandschaft.

Die Gemeinde Sankt Kanzian liegt im regionalen Bezugsraum des Turnersees. Der Klopeiner See und der Kleinsee sind weitere Gewässer dieser Gemeindeumgebung. Sie unterscheiden sich in Größe, Uferform und Entstehung; der Turnersee zeichnet sich hier besonders durch den Übergang zu Moorflächen aus.

Die regionale Tourismusseite nennt am Nordufer eine kommunale Liegewiese und beschreibt die Umgebung als von Wald und Wiesen geprägt. Dieser Erholungsraum liegt in derselben Landschaft wie die feuchten Ufer- und Moorflächen, die für den Turnersee charakteristisch sind.

Häufige Fragen

Wie lange dauert der Slow Trail Turnersee?

Die offizielle Tourismusbeschreibung veranschlagt für den 7,3 Kilometer langen Rundweg etwa eine Stunde und 42 Minuten. Die Gehzeit ist eine Routenangabe; das individuelle Tempo und Aufenthalte unterwegs können sie verändern.