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Haidensee in Glanegg: Toteisloch im Glantal

Der Haidensee liegt auf einer Schotterterrasse im Glantal, ungefähr auf halber Strecke zwischen Feldkirchen und Sankt Veit an der Glan. Dieses kleine, weiherartige Gewässer gehört zur Gemeinde Glanegg. Die Lage im mittleren Kärnten zeigt den Wechsel von Talboden und Schotterterrassen: Neben größeren Seen entstanden hier kleinere Wasserbecken.

Haidensee in Glanegg Der Haidensee in Glanegg bietet nahe Maltschach und Förolach viele wohltuende Stunden Foto: Markus Lenk

Der Haidensee auf einen Blick

  • Der Haidensee liegt im Glantal zwischen Feldkirchen und Sankt Veit an der Glan.
  • Er entstand als Toteisloch innerhalb glazial abgelagerter Schotterterrassen.
  • Oberirdische Zu- und Abflüsse fehlen; gespeist wird das Gewässer durch Grundwasser und Niederschlag.
  • Der See ist Teil des Landschaftsschutzgebiets Haidensee-Hardegg.

Ein See aus der Eiszeit

Der Kärntner Seenforscher Hans Sampl ordnete den Haidensee 1978 als Toteisloch ein. Der Untergrund besteht aus Gesteinen der metamorphen Magdalensberg-Serie, darunter Vulkanite und Phyllite. Darüber lagerten sich nach dem Rückzug des Eises spätglaziale Schotterterrassen ab. Wo größere Eisblöcke im Schotter zurückblieben und später abschmolzen, bildeten sich Senken. In solchen Vertiefungen sammelte sich Wasser; der Haidensee ist eine dieser kleineren Wasseransammlungen. Anders als ein durchflossener Bachsee erhält er laut der wissenschaftlichen Beschreibung weder oberirdischen Zufluss noch Abfluss. Grundwasser und Niederschlag speisen ihn.

Der Haidensee ergänzt die Seen in Mittel- und Südkärnten um ein kleines Toteisbecken im Glantal. In der Tiefenkartierung von 1978 wurde seine Fläche mit 1,38 Hektar vermessen. Das Becken war damals etwa 140 Meter lang und 120 Meter breit; die maximale Tiefe betrug sechs Meter, die mittlere 4,6 Meter. Sampls Tabelle nennt zudem eine 420 Meter lange Uferlinie und ein Niederschlagsgebiet von 0,33 Quadratkilometern.

Wandern in der Umgebung von Glanegg

Ein konkretes Wanderziel der Gemeinde ist die Burg Glanegg. Der ausgewiesene Burgweg beginnt an der ÖBB-Haltestelle Tauchendorf-Haidensee und führt durch Wälder und Hügel zur Burg. Die Route ist mit 8,96 Kilometern und rund zwei Stunden Gehzeit beschrieben; für den Weg sind 283 Höhenmeter im Aufstieg und 294 im Abstieg angegeben. Vom Start führt der Weg nordwärts durch Tauchendorf, an Gasthof Lippale vorbei nach Kadöll und auf einem Feldweg zur Kirche Friedlach. Anschließend passiert die Route den Mautbrucker Teich und steigt auf einem Forstweg zur Burg an. Der Burgweg eignet sich als eigenständige Wanderung, die den Glantalraum und die historische Höhenlage der Burg erschließt.

Die Burg Glanegg wird erstmals 1121 urkundlich erwähnt. Ihre Position kontrollierte einst den Verkehrsweg durch das Glantal. Die Anlage dokumentiert mehrere Bauphasen: Dazu gehören ein romanischer Bergfried, ein spätgotischer Palas und die Fundamente einer Kirche. 1996 übernahm der Burgverein die Anlage zur Restaurierung.

Häufige Fragen zum Haidensee

Welche Höhenlage hat der Burgweg Glanegg?

Die Routenangaben nennen 492 Meter als niedrigsten und 609 Meter als höchsten Punkt. Der Weg überwindet 283 Höhenmeter im Aufstieg und 294 im Abstieg.

Wann wurde das Landschaftsschutzgebiet Haidensee-Hardegg eingerichtet?

Die Kärntner Landesregierung erließ die Verordnung am 7. April 1970; sie trat am 1. Mai desselben Jahres in Kraft.