Botanische Gärten und Naturparks in Kärnten
Kärntens Naturziele reichen vom botanischen Alpengarten bis zu großräumigen Schutzgebieten und hochalpinen Landschaften. Ihre Besonderheiten liegen in unterschiedlichen Lebensräumen, Pflanzen und Formen der Nutzung. Bergstraßen und Höhlen ergänzen den Blick auf Naturgeschichte und menschliche Eingriffe in die Landschaft.
Viele heimische und exotische Pflanzen sind in den Naturparks und Botanischen Gärten in Kärnten zu finden
Foto: www.kaernten-netz.de
Naturziele Kärntens: fünf Fakten
- Der Naturpark Dobratsch wurde am 24. September 2002 als erster Naturpark Kärntens anerkannt.
- Der Alpengarten auf der Villacher Alpe zeigt mehr als 800 alpine Pflanzen in 27 Quartieren.
- Der UNESCO-Biosphärenpark Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge umfasst Teile von Salzburg und Kärnten und wurde 2012 anerkannt.
- Der Große Rosennock erreicht 2.440 Meter Seehöhe.
- Die Großglockner Hochalpenstraße wurde am 3. August 1935 eröffnet.
Alpengarten und Naturpark Dobratsch
Der Alpengarten auf der Villacher Alpe konzentriert sich auf alpine Pflanzen. Auf 10.000 Quadratmetern ordnet er mehr als 800 Arten in 27 Quartieren. Im Naturpark Dobratsch treffen dagegen Bergwälder, Almflächen, Karst und das Bergsturzgebiet Schütt in einer größeren Schutzlandschaft zusammen. Der Park umfasst rund 8.100 Hektar; sein höchster Gipfel liegt auf 2.166 Metern. Wälder, Almen, Bachläufe und Hochgebirge bilden Lebensräume für zahlreiche Arten. Im Naturpark wurden 125 brütende Vogelarten und mehr als 1.400 Schmetterlingsarten gezählt.
Die 16,5 Kilometer lange Villacher Alpenstraße führt von Villach-Möltschach bis zur Rosstratte auf 1.732 Metern. Der Dobratsch verbindet damit stadtnahen Zugang zur Berglandschaft mit Natur- und Kulturerbe. Die geschützten Teilgebiete Dobratsch, Schütt und Warmbad Villach unterscheiden sich in Landschaft und Lebensräumen.
Nockberge und der gemeinsame Biosphärenpark
Die Nockberge sind für ihre sanft gerundeten Gipfel, Almflächen und Zirbenbestände bekannt. Der Große Rosennock ist 2.440 Meter hoch; in der Berglandschaft kommen außerdem der Speik und charakteristische Almwiesen vor. Weideflächen, Wanderwege und Hütten zeigen, wie menschliche Nutzung die Kulturlandschaft mitgeprägt hat.
Der gemeinsame Biosphärenpark Salzburger Lungau & Kärntner Nockberge liegt in den Bundesländern Salzburg und Kärnten und wurde 2012 in das UNESCO-Netzwerk aufgenommen. Hochgebirge und tiefe Täler, natürliche Lebensräume und vom Menschen gestaltete Flächen gehören zu diesem weitläufigen inneralpinen Raum.
Großglockner Hochalpenstraße: Bau und Landschaft
Die hochalpine Straße verbindet Baugeschichte mit dem Naturraum der Hohen Tauern. Die Erlebniswelt Großglockner verbindet Ausstellungen und Aussichtspunkte entlang der Strecke. Ihr Bau begann 1930; die Eröffnung folgte fünf Jahre später. Am Hochtor liegen archäologische Zeugnisse einer älteren Passnutzung. Funde belegen, dass Kelten und Römer den Übergang kannten. Die Strecke der Großglockner Hochalpenstraße führt durch hochalpines Gelände und erschließt wechselnde Höhenstufen der Gebirgslandschaft.
Karst und Höhlen unter der Oberfläche
Karstwasser löst Kalkstein und kann unterirdische Hohlräume und Tropfsteinformationen bilden. Die Höhlen und Schauhöhlen Kärntens zeigen unterschiedliche Beispiele dieses Landschaftsraums. Bei Bad Eisenkappel erschließt die Obir-Tropfsteinhöhle mehrere Räume im Hochobir-Massiv; ihre Geschichte ist mit dem früheren Erzbergbau verbunden. Damit ergänzen unterirdische Karstformen die oberirdischen Berg- und Schluchtenlandschaften.
Häufige Fragen zu Gärten und Naturparks
Welche Pflanzen sind im Naturpark Dobratsch besonders bekannt?
Zu den besonderen Pflanzen zählen die Illyrische Gladiole und die Wiesen-Schwertlilie. Beide gehören zu den floristischen Besonderheiten des Dobratsch.
Wie lang ist die Nockalmstraße?
Die Nockalmstraße verläuft über 35 Kilometer durch die Nockberge. Entlang der Strecke liegen Aussichtspunkte, Rastplätze, Wanderzugänge und ein Biosphärenpark-Zentrum.
Welche Wildtiere leben in den Nockbergen?
Zu den heimischen Arten zählen Murmeltiere, Rothirsche, Füchse, Gämsen, Rehe und der Tannenhäher.