St. Egyden – Kirchen, Geschichte und Kathreinkogel

Kurzfakten zum Thema

St. Egyden verbindet Kirchengeschichte, regionale Erinnerung und eine ländlich geprägte Umgebung. Der Ort eignet sich besonders für Reisende, die bei der Suche nach einer Unterkunft kulturelle Ziele, religiöse Traditionen und die Landschaft rund um den Kathreinkogel berücksichtigen möchten.

  • Die ehemalige Pfarrkirche von St. Egyden wurde 1318 erstmals urkundlich erwähnt.
  • Sie weist romanische Elemente, einen gotischen Chor und einen 1757 von Matthias Pauer signierten barocken Hochaltar auf.
  • Die Pfarrkirche St. Egyden wurde von Josef Tusch entworfen; ihre Glasfenster fertigte Anzolo Fuga aus Murano.
  • Die Pfarrkirche steht gemäß § 2a des Denkmalschutzgesetzes unter Denkmalschutz.
  • Die neue Pfarrkirche Hl. Ägydius wurde 1973 dem heiligen Ägidius geweiht.
  • Die jährliche Fronleichnamsprozession zur Humitzkirche beginnt an der Pfarrkirche in St. Egyden.
  • Vom Parkplatz Kreuzwirt sind es etwa 30 Gehminuten bis zum Gipfelplateau des Kathreinkogels.

Kirchen als Mittelpunkt der Ortsgeschichte

Die ehemalige Pfarrkirche von St. Egyden führt weit in die Ortsgeschichte zurück. Ihre erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1318. Bei der Betrachtung des Bauwerks treffen unterschiedliche Epochen aufeinander: Romanische Elemente gehören ebenso zum Erscheinungsbild wie der gotische Chor. Im Inneren befindet sich ein barocker Hochaltar, den Matthias Pauer 1757 signierte. Wer sich für sakrale Baukunst interessiert, findet hier daher mehrere historische Anknüpfungspunkte in einem einzigen Kirchenbau.

Eine weitere kirchengeschichtliche Spur führt zur Pfarrkirche St. Egyden, die von Josef Tusch entworfen wurde. Tusch wurde in St. Egyden geboren. Die Glasfenster der Pfarrkirche stammen von Anzolo Fuga aus Murano und setzen einen eigenen künstlerischen Akzent. Die Pfarrkirche steht gemäß § 2a des Denkmalschutzgesetzes unter Denkmalschutz. Zur jüngeren Ortsgeschichte gehört außerdem die neue Pfarrkirche Hl. Ägydius, die 1973 dem heiligen Ägydius geweiht wurde.

Auch die Erinnerung an den kärntnerslowenischen Komponisten Pavle Kernjak ist in St. Egyden präsent. Kernjak lebte im Ort. An der Südseite der Kirche in St. Egyden befindet sich eine Gedenkplatte für ihn. Sie wurde anlässlich seines 100. Geburtstags gestiftet und am 18. September 1999 gesegnet. Der Kirchenchor von St. Egyden veranstaltet seit 1995 regelmäßig Adventkonzerte und ergänzt damit die kulturelle Prägung des Ortes um eine musikalische Tradition.

Wallfahrt, Kultur und Landschaft

Religiöse Bräuche lassen sich in St. Egyden mit weiteren historischen Spuren verbinden. Die jährliche Fronleichnamsprozession zur Humitzkirche beginnt an der Pfarrkirche. Die kleine Humitz-Bergkirche ist seit 1660 als Wallfahrtskirche der Muttergottes geweiht. Auch das Schütz-Kreuz verweist auf die örtliche Prozessionsgeschichte: Es ersetzte einen früheren Bildstock, der eine Station des Umgangs in St. Egyden gewesen war.

Für kulturinteressierte Ausflüge bietet sich das Haus der Archäologie neben der Kirche am Kathreinkogel an. Dort sind Funde aus der frühchristlichen Zeit zu besichtigen. Wer den Kathreinkogel in die Tagesplanung aufnimmt, kann sich am Parkplatz Kreuzwirt orientieren: Von dort sind es etwa 30 Gehminuten bis zum Gipfelplateau. Diese Angabe beschreibt den Weg vom Parkplatz zum Plateau und ist nicht mit einer Entfernung zu den Kirchen in St. Egyden gleichzusetzen.

Auch das Ortsbild selbst gehört zur Wahrnehmung von St. Egyden. In St. Egyden schmiegen sich uralte Bauernhäuser an den Südhang. Von Velden in Richtung Ludmannsdorf erreicht man St. Egyden nach etwa zehn Minuten. Unterhalb der Kirche in St. Egyden biegt man rechts in Richtung Treffen/Trebinja ab. Diese Orientierung hilft bei der regionalen Einordnung, ohne die einzelnen Sehenswürdigkeiten zu einer gemeinsamen Route zusammenzufassen.

St. Egyden als Ausgangspunkt für Ihre Unterkunftssuche

Wenn Sie ein Hotel in St. Egyden suchen, können Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise bereits bei der Auswahl des Ortes festlegen. Die historische Kirchenlandschaft, die Erinnerung an Pavle Kernjak, die Fronleichnamsprozession und die Ziele am Kathreinkogel sprechen unterschiedliche Interessen an. Kultur- und Geschichtsfreunde richten ihre Planung eher auf die Kirchen und das Haus der Archäologie aus, während Besucherinnen und Besucher mit Interesse an Wallfahrt und Landschaft zusätzlich die Humitzkirche und das Gipfelplateau des Kathreinkogels einbeziehen können.

Für die weitere Orientierung in der Region finden Sie außerdem Sekull, Zlan, Außerfragant, Wasserhofen, Rosenbach, Reißeck, Birnbaum und Flattach.

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Häufige Fragen zu St. Egyden

Wann wurde die ehemalige Pfarrkirche erstmals erwähnt?

Die ehemalige Pfarrkirche von St. Egyden wurde 1318 erstmals urkundlich erwähnt.

Welche Baustile sind an der ehemaligen Pfarrkirche erkennbar?

Sie weist romanische Elemente und einen gotischen Chor auf. Außerdem besitzt sie einen barocken Hochaltar, den Matthias Pauer 1757 signierte.

Wer entwarf die Pfarrkirche St. Egyden?

Die Pfarrkirche St. Egyden wurde von Josef Tusch entworfen, der in St. Egyden geboren wurde. Die Glasfenster fertigte Anzolo Fuga aus Murano.

Was befindet sich am Kathreinkogel?

Im Haus der Archäologie neben der Kirche am Kathreinkogel sind Funde aus der frühchristlichen Zeit zu besichtigen. Vom Parkplatz Kreuzwirt sind es etwa 30 Gehminuten bis zum Gipfelplateau.

Wo beginnt die Fronleichnamsprozession?

Die jährliche Fronleichnamsprozession zur Humitzkirche beginnt an der Pfarrkirche in St. Egyden.