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Friesach zwischen Petersberg und Stadtgraben

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Friesach entwickelte sich unter den Bischöfen von Salzburg und Gurk zu einem mittelalterlichen Marktort. Der historische Stadtkern liegt am Fuß des Petersbergs; Stadtmauern, Wehrtürme und der wasserführende Stadtgraben prägen bis heute sein bauliches Gefüge.

Friesach Blick auf den Petersberg von Friesach aus. Foto: gemeinfrei

Friesach: kurze Fakten zur Stadtgeschichte

  • Friesach ist 860 erstmals als an die Salzburger Kirche geschenkter Gutshof belegt.
  • Um 1124/1130 entstand am Petersberg ein gemeinsamer Markt von Salzburg und Gurk.
  • Eine Urkunde bezeichnete Friesach 1215 als „civitas“, also als Stadt.
  • Zum historischen Stadtbild zählen Burganlagen, Stadtmauern, Wehrtürme und der wasserführende Stadtgraben.

Vom Gutshof zum Doppelmarkt

Im Jahr 860 übertrug König Ludwig der Deutsche einen Gutshof in Friesach an die Salzburger Kirche. 1016 gestattete Kaiser Heinrich II. Graf Wilhelm, dem Gemahl Hemmas, die Gründung eines Marktes in der Grafschaft Friesach. Hemmas Schenkung brachte den Markt samt Mautstelle später in den Besitz der Gurker Bischöfe. Während der Kämpfe von 1123/24 stellten sich die Bürger auf die Seite Herzog Engelberts von Spanheim; der Gurker Bischof erhielt Unterstützung von Markgraf Leopold III. von Österreich. Der Gurker Markt wurde zerstört. Daraufhin gründeten Salzburg und Gurk um 1124/1130 unterhalb des Petersbergs einen gemeinsamen Markt.

Jeder Bischof durfte in seiner Markthälfte Richter und Mautner einsetzen. Dieses Herrschaftsmodell führte zu Konflikten; Gurk wurde schrittweise aus Friesach verdrängt. Im Verlauf des 12. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort zur Stadt, ohne förmliche Stadterhebung oder Verleihung eines Stadtrechts. Eine Urkunde bezeichnete Friesach 1215 als „civitas“. Friesach liegt im historischen Raum Mittelkärnten, Gurktal und Zollfeld, einem Landschaftsraum im nördlichen Kärnten.

Ulrich von Liechtenstein beschreibt in seinem Versepos „Frauendienst“ ein Turnier in Friesach im Jahr 1224.

Petersberg und mittelalterliche Befestigung

Der mittelalterliche Stadtkern entstand am Fuß der Burganlagen auf dem Petersberg und wird vom wasserführenden Stadtgraben gefasst. Stadtmauern und Verteidigungstürme ergänzen die Befestigung. Auf den Höhen rund um den alten Stadtkern liegen Burganlagen und Ruinen; Kirchen und Klöster prägen ebenfalls das historische Stadtbild.

Die Burg der Gurker Bischöfe in Straßburg entstand um 1147 und diente den Bischöfen mehr als zwei Jahrhunderte als Residenz. Friesachs Doppelmarkt und die spätere Burg in Straßburg dokumentieren unterschiedliche Stationen der Gurker Herrschaft im Talraum.

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Stadtmuseum im Kapellenturm

Das Stadtmuseum am Petersberg befindet sich im Kapellenturm der Burganlage. Seine sechs Etagen sind dem historischen Erbe der Stadt gewidmet.

Historische Handwerkstechniken beim Burgbau

Südlich des alten Stadtkerns liegt das Erlebnis Burgbau Friesach. Dort wird eine mittelalterliche Höhenburg mit historischen Bautechniken errichtet. Führungen ermöglichen Einblicke in die Arbeit der Handwerker.

FAQ zu Friesach

Wo lag der ältere Markt der Gurker Bischöfe?

Er lag am linken Ufer der Metnitz im Bereich der heutigen Ortschaft Grafendorf.

Welche besonderen Stücke zeigt das Stadtmuseum?

Zu den Sammlungen gehören römische Medaillons, gotische Schlusssteine, Friesacher Silberpfennige, seltene Waffen und romanische Fresken. Die Objekte geben Einblick in die römische Vergangenheit sowie in die kirchliche und städtische Entwicklung Friesachs.

Mit welchen Materialien entsteht die Höhenburg?

Das rund 4.000 Quadratmeter große Bauareal nutzt Holz, Stein, Sand und Kalk als Werkstoffe.