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Feldkirchen: Kulturort zwischen Tiebel und Seen

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Feldkirchen verbindet einen historischen Marktkern mit den sanften Landschaften am Rand der Nockberge. Die Tiebel durchfließt das Stadtgebiet; ringsum liegen Wiesen, bewaldete Hügel und mehrere Badeseen. Im Bamberger Amthof treffen Stadtgeschichte und heutiges Kulturleben aufeinander. So lässt sich ein Aufenthalt zwischen Altstadt, Museum und Naturwegen gestalten.

Berge bei Feldkirchen Alm bei Feldkirchen. Die Kühe findens gemütlich Foto: Dagobert Wiedamann für Kaernten-Netz

Feldkirchen zwischen Amthof, Tiebel und Seen

  • Die Kernstadt Feldkirchen liegt am Nordwestrand des Klagenfurter Beckens auf der Wasserscheide zwischen Glan und Tiebel; der Tiebelbach verläuft durch das Stadtgebiet.
  • Der Ort ist 1065 schriftlich belegt; 1930 wurde Feldkirchen zur Stadt erhoben.
  • Friedrich III. bestätigte 1441 Feldkirchens Gewerberechte; 1453 erhielt der Markt das Recht auf einen eigenen Jahrmarkt.
  • Der Bamberger Amthof dient heute als Kultur- und Veranstaltungszentrum und beherbergt das Amthofmuseum.
  • Der Flatschacher See ist 3,4 Meter tief; die Nockberge-Ausläufer machen die Umgebung sanft hügelig.

Der Bamberger Amthof und Feldkirchens Marktgeschichte

Feldkirchen entwickelte sich an einer Handelsroute und war über Jahrhunderte mit dem Hochstift Bamberg verbunden. In der schriftlichen Überlieferung erscheint der Ort 1065; später erhielt der Markt Rechte für Handel und Jahrmärkte. Diese Stellung stärkte die Bedeutung von Handwerk und regionalem Austausch. Der Bamberger Amthof erinnert an die Zeit, in der die Bamberger hier ihren Verwaltungssitz hatten. Heute ist der historische Bau ein Kultur- und Veranstaltungsort.

Der Amthof liegt nahe dem Zentrum; Ausstellungen, Konzerte, Kurse und Theater geben dem historischen Gebäude unterschiedliche kulturelle Nutzungen.

Wandern und Radfahren in der Hügellandschaft

Die Ausläufer der Nockberge formen eine sanft gewellte Umgebung aus Wiesen, Waldhängen und kleinen Tälern. Wandern und Radfahren passen zu dieser Landschaft, deren Wege zwischen Ortsnähe und hügeligen Abschnitten wechseln. Wer den Fluss weiterverfolgen möchte, kann den Ausflug nach Himmelberg erweitern, wo die Tiebel aus zahlreichen Quellen entspringt.

Der Flatschacher See liegt nahe bei Feldkirchen und ist mit 3,4 Metern Tiefe ein flaches Badegewässer. Markierte Wege führen durch die umliegenden Wälder; am öffentlichen Strandbad gibt es eine Liegewiese sowie Spiel- und Sportflächen. Auch der Maltschacher See gehört zu den nahen Zielen. Am Ossiacher See, Kärntens drittgrößtem See, wechseln Uferlandschaften, Wassersport und Radwege einander ab.

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Wasserscheide und Beckenlandschaft in Mittelkärnten

Am Nordwestrand des Klagenfurter Beckens treffen im Stadtgebiet die Einzugsräume von Glan und Tiebel aufeinander. Die Wasserscheide verläuft mitten durch den Kernort, während der Tiebelbach durch Feldkirchen fließt. Westlich liegt das Bleistätter Moor im Übergang zum Ossiacher See; östlich entwässert das Feldkirchner Becken über die enge Glantalfurche. Diese Lage verbindet die sanften Hügel der Nockberge-Ausläufer mit den offenen Talflächen Mittelkärntens. Feldkirchen gehört zum historischen Binnenland Mittelkärnten, Gurktal und Zollfeld.

Zum mittelkärntnerischen Binnenland gehört auch Sankt Veit an der Glan, ein weiterer historischer Ort im Klagenfurter Beckenraum.

Häufige Fragen zu Feldkirchen

Was zeigt das Amthofmuseum?

Das Museum vermittelt Kultur- und Naturgeschichte aus Feldkirchen und der Umgebung. Es befindet sich im Bamberger Amthof, der heute auch als Kultur- und Veranstaltungszentrum dient.

Wann kam Feldkirchen zu Österreich?

1759 verkaufte das Bistum Bamberg seine Kärntner Besitzungen an Kaiserin Maria Theresia. Feldkirchen wurde dadurch österreichischer Provinzmarkt.

Was ist über die Ufer des Maltschacher Sees besonders?

Der See ist höchstens 6,5 Meter tief. Seine naturnahen Ufer sind ein Lebensraum für geschützte Vogel- und Fischarten; Motorboote sind auf dem See nicht zugelassen.