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Bleiburg im Jaunfeld

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Bleiburg/Pliberk liegt im Jaunfeld in Südkärnten, nahe der slowenischen Grenze. Das Stadtzentrum befindet sich am Feistritzbach, an der Naht zwischen der offenen Jaunfeld-Ebene und den östlichen Hügellandschaften. Die Petzen prägt den Blick nach Süden, liegt aber außerhalb des Gemeindegebiets. Stadtgeschichte und regionale Kultur zeigen sich besonders am Wiesenmarkt und im Werner Berg Museum.

Bleiburg - Hängebrücke Santa lucia Die Hängebrücke Santa Lucia bei Bleiburg Foto: gemeinfrei

Bleiburg auf einen Blick

  • Das Jaunfeld liegt südlich der Drau; der Fluss bildet im Norden eine natürliche Grenze des Gemeindegebiets.
  • Bleiburgs Hauptort liegt am Feistritzbach zwischen dem Jaunfeld und der Hügellandschaft des Kömmelmassivs.
  • Der Wiesenmarkt geht auf das 1393 verliehene Recht zurück, einen Markt auf der Wiese abzuhalten.
  • Werner Berg lebte ab 1931 auf dem Rutarhof und arbeitete dort als Bauer und Maler.
  • Die Werner-Berg-Galerie wurde 1968 von der Stadt Bleiburg eingerichtet; heute zeigt das Museum eine Werkschau des Künstlers.

Jaunfeld zwischen Flussbecken und Petzen

Das Jaunfeld ist die weite, landwirtschaftlich genutzte Ebene südlich der Drau. Das Bleiburger Gemeindegebiet umfasst daneben die Hügellandschaft des Kömmelmassivs sowie Talräume am Feistritzbach und Loibach. Der Hauptort liegt dort, wo diese Landschaftseinheiten zusammentreffen. Südlich erhebt sich die Petzen als markanter Karawankengipfel; sie prägt die Aussicht, gehört jedoch nicht zum Gemeindegebiet.

Die Nachbarstadt Völkermarkt liegt im selben Bezirk; Eberndorf erschließt einen weiteren historischen Ort im Jauntal. In Bleiburg selbst liegen ein Erlebnisfreibad und der Kunstradweg; der nahe Klopeiner See ergänzt das Angebot am Wasser. Die Petzen ist ein Ziel für Mountainbiker am Flow Country Trail.

Ein Markt mit mittelalterlichen Wurzeln

Herzog Albrecht verlieh Bleiburg am 16. März 1393 das Recht zur Abhaltung eines Wiesenmarktes. Der Termin lag zunächst am 15. August. Schon im ersten Jahr kam es zu Streitigkeiten, weshalb im September ein eigener Stadtrichter eingesetzt wurde. 1428 hielt Stadtrichter Hanns Katschnik in einem Vertrag die Nutzungsrechte der Marktwiese fest. Der Markt wuchs zu einem bedeutenden Vieh- und Warenmarkt für Unterkärnten heran. Händler und Käufer kamen aus Kärnten, der Steiermark, Krain und Italien; für viele bäuerliche Haushalte war der Termin eine wichtige Gelegenheit, Kleidung, Geschirr und Werkzeug für das Jahr zu kaufen.

1842 wurde der Markttag auf den Montag zu oder nach Ägidius am 1. September verlegt; seitdem findet der Wiesenmarkt Anfang September statt. Das Marktgeschehen entwickelte sich vom Handelsplatz zu einem großen gesellschaftlichen Ereignis, bei dem Verkaufsstände, Festzelte und Vergnügungsangebote zusammenkommen.

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Werner Berg und das kulturelle Bleiburg

Der Maler Werner Berg (1904–1981) zog 1931 mit seiner Familie auf den Rutarhof in Unterkärnten und führte dort das Leben eines Bauern und Künstlers. Seine Motive zeigen oft die Menschen und Landschaften seiner Wahlheimat: Bauern, Jahrmarktbesucher, Kirchgänger und Alltagsszenen. Die Stadt richtete 1968 die Werner-Berg-Galerie ein; seit dem Tod des Malers wird die Sammlung von einer Stiftung getragen und als Museum präsentiert. Die Dauerschau gibt einen Überblick über rund fünf Jahrzehnte seiner Arbeit in Kärnten. Ein weiteres öffentliches Kunstzeichen ist der Freyungsbrunnen am Hauptplatz, gestaltet von Kiki Kogelnik.

Häufige Fragen zu Bleiburg

Was bedeuten Freyung und Gewürzbeutel beim Wiesenmarkt?

Die Freyung ist eine geschmückte Stange mit einem Arm und Schwert, die die Marktordnung symbolisiert. Als Pachtzins für die Marktwiese überreicht die Stadt dem Besitzer traditionell einen roten Samtbeutel mit Gewürzen und Münzen.

Welche künstlerischen Medien zeigt das Werner Berg Museum?

Neben Ölbildern umfasst die Sammlung Aquarelle, Zeichnungen und Skizzen. Die wechselnden Ausstellungen stellen Teile des Bestands oft Werken anderer Künstler gegenüber.