Töplitsch: Geschichte, Kirche und Bewegung
Unterkünfte in Töplitsch
Töplitsch bietet mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung: mittelalterliche Ortsgeschichte, archäologische Funde, eine spätgotische Filialkirche und die Geh- und Radwegbrücke Puch. Je nach Interesse können Sie den Ort kulturgeschichtlich, über den Jakobsweg oder mit Blick auf Fuß- und Radverkehr kennenlernen.
Kurzfakten zum Thema
- Der Name Töplitsch leitet sich vom slawischen „Toplice“ ab: „warmes Wasser“ oder „warme Quelle“.
- 1142 kam Töplitsch nach der Teilung der Grafschaft Lurn als Amt zum Territorium der Grafen von Ortenburg.
- Archäologische Funde umfassen ein goldenes Ohrgehänge aus dem 9. Jahrhundert n. Chr. sowie Schwert und Lanzenspitze aus der Zeit 300–400 v. Chr.
- Die Filialkirche hl. Lambert ist spätgotisch; der Jakobsweg führt über Töplitsch und nennt die Kirche.
- Die 2015 fertiggestellte Geh- und Radwegbrücke Puch überspannt die Drau zwischen Töplitsch und Puch.
- In Töplitsch gibt es die Freizeitanlage Töplitsch und die Tennisanlage des TC Töplitsch am Neubruchweg 2.
Ortsgeschichte und archäologische Funde
Das Drautal und damit das Gebiet um Töplitsch gelten als uraltes Siedlungsgebiet; die Geschichte der Region reicht bis in die Antike zurück. Für die Ortsgeschichte ist 1142 ein markantes Datum: Nach der Teilung der Grafschaft Lurn kam Töplitsch als Amt zum Territorium der Grafen von Ortenburg.
Die Verwaltung von Töplitsch übernahm ein Amtmann, der in einem Turm über dem Ort wohnte. An der Stelle dieses Turms befindet sich heute der sogenannte Grabenhof. So lässt sich ein historischer Verwaltungsbezug mit einem konkreten Ort verbinden.
Auch die archäologischen Funde verweisen auf unterschiedliche Epochen. 1962 wurde beim Bau der Töplitscher Wasserleitung ein goldenes Ohrgehänge aus dem 9. Jahrhundert n. Chr. gefunden. Beim Anwesen Brandstätter am östlichen Abhang des Grabenhofes kamen 1965 ein Schwert und eine Lanzenspitze zutage; Professor Dolzer datierte sie auf 300–400 v. Chr. Die Fundstücke reichen damit zeitlich weit auseinander, während ihre Entdeckungen in die 1960er-Jahre fallen.
Filialkirche und Jakobsweg
Die Filialkirche hl. Lambert ist ein spätgotischer Bau. Der Jakobsweg führt über Töplitsch; im Routenverlauf wird die Kirche angeführt. So stehen zwei unterschiedliche Perspektiven nebeneinander: die architekturgeschichtliche Einordnung des Bauwerks und sein Bezug zu einem Pilgerweg. Für Kulturinteressierte verbindet sich damit ein konkretes Bauwerk mit der Wegegeschichte des Ortes.
Die Geh- und Radwegbrücke Puch
Die 2015 fertiggestellte Geh- und Radwegbrücke Puch ist eine einhüftige Hängebrücke über die Drau zwischen Töplitsch und Puch. Ihre Stützweite beträgt 104,5 Meter, die Pylonhöhe 40,6 Meter. Die beiden Maße beschreiben unterschiedliche Dimensionen der Konstruktion: die Spannweite und die Höhe des Pylons.
Die Brücke ist barrierefrei und hat eine maximale Steigung von 4 Prozent. Sie bietet außerdem eine Anbindung an die ÖBB-Haltestelle Puch. Für Besucherinnen und Besucher mit Mobilitätsbedarf sind die Angaben zur Barrierefreiheit und Steigung konkrete Orientierungspunkte. Wenn Sie die Verbindung mit einer Bahnfahrt planen, prüfen Sie den aktuellen Fahrplan der Haltestelle.
Freizeitanlage und Tennis
Zum sportlichen Angebot in Töplitsch gehören die Freizeitanlage Töplitsch und die Tennisanlage des TC Töplitsch am Neubruchweg 2, 9722 Töplitsch. Damit ergänzen Freizeit- und Sportbezüge die Themen Geschichte, Architektur und Wegverbindungen. Sie können Ihren Schwerpunkt danach wählen, ob Sie sich eher für die Ortsgeschichte, den Jakobsweg, die Brücke für Fuß- und Radverkehr oder Tennis interessieren.
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