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Minimundus: Bauwerke aus aller Welt im Kleinformat

Minimundus in Klagenfurt macht bekannte Bauwerke im Kleinformat vergleichbar. Seine Modellwelt verbindet Architektur, Materialien und Baugeschichte in einem Rundgang.

Minimundus auf einen Blick

  • Der Verein RETTET DAS KIND übernahm das Vorläuferprojekt Minieurop 1958; Minimundus wurde am 3. Juli 1959 eröffnet.
  • Der Außenbereich umfasst rund 26.000 Quadratmeter, die Indoor-Erlebniswelt 1.500 Quadratmeter.
  • Zu sehen sind rund 170 Modelle aus mehr als 50 Ländern; fast alle sind im Maßstab 1:25 gebaut.
  • Der Verein RETTET DAS KIND Kärnten ist Eigentümer; mit dem Besuch unterstützen Gäste seine Arbeit für Kinder und Jugendliche.

Von Minieurop zur kleinen Welt am Wörthersee

Als Minieurop zeigte das Projekt zunächst 20 Modelle europäischer Bauwerke. 1958 übernahm Hofrat Peter Zojer, damals Landesobmann des Vereins RETTET DAS KIND, die Ausstellung. Die Idee, markante Bauwerke aus aller Welt an einem Ort zusammenzuführen, prägte den neuen Namen Minimundus. Am 3. Juli 1959 wurde die Anlage eröffnet. Damit wurde aus einer kleinen europäischen Schau ein dauerhaftes Kärntner Ausflugsziel mit einem eigenen Blick auf Architektur und Kulturgeschichte.

Die Fläche wuchs in Etappen: 1977 wurde das Areal von 15.000 auf 26.000 Quadratmeter erweitert. 2015/16 kam eine 1.500 Quadratmeter große Indoor-Erlebniswelt hinzu, die das Freiluftangebot um einen eigenen Ausstellungsbereich ergänzt.

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Bauwerke vergleichen, Materialien entdecken

Die Modelle zeigen bekannte Bauten im Kleinformat und machen architektonische Details durch sorgfältige Handarbeit sichtbar. Fast alle folgen dem Maßstab 1:25. Dadurch lassen sich Gebäude aus unterschiedlichen Weltregionen direkt in ihrer Größe vergleichen. Die hauseigene Modellbauwerkstätte fertigt viele Objekte anhand von Plänen und verwendet überwiegend Originalmaterialien wie Sandstein, Lavabasalt oder Marmor. Fensterläden, Fassadenschmuck und andere kleine Bauteile machen die Nachbildung als handwerkliche Arbeit lesbar.

Auch die Modelle selbst erzählen unterschiedliche Baugeschichten. Das Modell des Petersdoms wurde nach sechsjähriger Bauzeit 1990 vorgestellt. Beim Modell von Schloss Miramare wurden über zwei Jahre hinweg zehntausende Steinchen aus Marmor und Sandstein verbaut. Das 23 Meter hohe Modell des CN Tower zeigt den Turm von Toronto und überragt die übrigen Miniaturen deutlich. Die 1959 entstandene Burg Hochosterwitz zählt zu den ältesten Modellen und wurde in einem eigenen Maßstab ausgeführt.

Die Miniaturbauten machen Formen, Proportionen und Materialien verschiedener Baustile unmittelbar vergleichbar. Zu den Kärntner Kulturzielen für Kinder zählen neben Minimundus die Schaubergwerke von Bad Bleiberg, das Stadttheater Klagenfurt und die Feriensternwarte auf der Emberger Alm – vom Modellbau über Bergbaugeschichte und Bühnenkunst bis zur Astronomie (Kultur, Modelle und Entdeckungen mit Kindern). In Klagenfurt verbindet Minimundus mit Kindern den Rundgang durch die Modelle im Freien mit der 1.500 Quadratmeter großen Indoor-Erlebniswelt. Zum Seeraum gehören auch die vier Seen von Keutschach, der Forstsee und die Moosburger Teiche (Seen am Wörthersee und im Keutschacher Seental).

FAQ zu Minimundus

Wie viel Zeit sollte man für die Modellwelt einplanen?

Für den Rundgang im Außenpark sind etwa eineinhalb bis drei Stunden vorgesehen, abhängig von Tempo und Fotopausen. Für die Indoor-Ausstellung kommt ungefähr eine weitere Stunde hinzu.

Was bedeutet der Name Minimundus?

Minimundus ist eine aus dem Lateinischen abgeleitete Wortschöpfung und bedeutet „Kleine Welt“. Der Name beschreibt die Modellwelt mit Bauwerken aus vielen Ländern an einem Ort.